| Meine Akita
Den Standard des Akita kann man überall nachlesen, ich möchte Ihnen lieber von den Eigenarten meiner kleinen Meute erzählen.
Da wäre unsere Mama, Aisha go Takao Kensha, 07.02.97 geboren in Japan, dem Ursprungsland des Akita. Sie ist eine sehr eigenwillige Akitadame, bei der ich, zugegebenermaßen, einige Erziehungsfehler gemacht habe. Damals dachte ich noch, der Akita ist ein ganz normaler Hund, doch weit gefehlt : der Akita (zumindest meine) ist viel mehr wie eine Katze, Druck in der Erziehung führt zur totalen Verweigerung. Es dauerte eine Weile, bis ich dies begriff. Heute weiß ich : man kann den Akita zu fast allem ausbilden, er war ( mit Leidenschaft ) Jagdhund, Lastenziehhund in Japan. Heute ist er Rettungs - und Begleithund, einfach ein recht ruhiger Familienhund. Die Ausbildung funktioniert nur durch positive Verstärkung, Geduld und Konsequenz, niemals mit Druck.
Dann hätten wir in unserem Rudel Akami go KiYama, 30.12.00 mit 5 weiteren unter unserem Tannenbaum zur Welt gekommen. Jetzt, nach einem Jahr ist er nur noch unser 'mächtiges Baddabum', der Akita wächst im ersten Jahr sehr schnell, ist dann aber auch mit 38 kg und 67cm Schulterhöhe noch ein ziemlicher Jungschnösel... und sensibel, sehr sensibel. Wenn ich ihn wegen irgend eines Vergehen anmotze, schaut er mich mit soo traurigen und schuldbewußten Augen an, daß es mir recht schwer fällt, ernst zu bleiben.
Seine Schwester, Akira go KiYama ist da ganz anders veranlagt. Sie klaut !! Sie klaut mit so einer Dreistigkeit, daß mir manchmal die Spucke wegbleibt. Klettert, sobald alle die Küche verlassen haben, auf den Tisch und schaut in jeden Becher.
- Wer hat aus meinem Becher getrunken?
- Wer hat von meinem Teller gegessen?
- Wer hat in meinem Bettchen geschlafen?
Das ist Akira!! und das ist meine Meute, die sich im März mal wieder vervielfacht. Dann toben 6-10 Akita, 3 Kinder, eine Oma und mein Mann durch´s Haus und rufen :" Wer hat meine Schuhe geklaut?"
Sibylle Rother
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